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Update: Am Samstag (09.03.2013) hatte die nationale Wahlkommission Uhuru Kenyatta zum Sieger erklärt. Der 51-Jährige setzte sich demnach mit 50,07 Prozent bereits im ersten Wahlgang knapp durch. Odinga kam auf 43,3 Prozent, die übrigen Bewerber lagen weit abgeschlagen zurück.

Uhuru Kenyatta ist der Sohn von Jomo Kenyatta, dem legendären ersten Präsidenten Kenias nach der Unabhängigkeit von Grossbritannien 1963

Das Wahlergebnis stellt Kenia allerdings vor grosse Herausforderungen, denn Kenyatta ist vom Weltstrafgericht in Den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Im Juli wird das Verfahren eröffnet.
Der 51-Jährige wird nach der offiziellen Amtseinführung am 26. März der vierte und jüngste Präsident des Landes sein.

Video: Uhuru Kenyatta declared the fourth President of Kenya

01.03.2013:

Am 4. März 2013 sollen in Kenia Wahlen stattfinden. Es werden ein neuer Präsident, ein neues Parlament und Bezirksgouverneure gewählt. Nach den letzten Wahlen Ende 2007 hatte es im ganzen Land gewaltsame Unruhen gegeben. Alle hoffen auf Frieden, aber kaum einer glaubt daran.
Gerade in den Slums von Nairobi befürchten viele erneute bürgerkriegsähnliche Zustände. Als Mwai Kibaki Ende 2007 nach einer Stichwahl zum Wahlsieger erklärt wurde, obwohl von Betrug und Schmierereien die Rede war, brach in den Slums die Hölle los. „Tribalism“ stellt seit jeher das größte Problem des ostafrikanischen Landes dar. So wird bei den Wahlen oft nicht politisch entschieden, es wird nach Stammeszugehörigkeit gewählt.

Markt in Mombasa

Die Kikuyu im Land geben ihre Stimme Kenyatta, die Luo wählen Odinga. Die übrigen, die Kalenjin, die Kamba, die Luhya, die Maasai schauen auf die Kandidaten, die Vizepräsident werden wollen, oder sehen bei ihrer Entscheidung auf mögliche Bündnisse. Viele Kenianer sprechen von "Kenya pamoja", einem vereinten Kenia. „Mein Stamm heißt Kenia“ ist für viele das Motto. Aktivisten versuchen seit Monaten, in den Slums Friedensbotschaften zu verbreiten. Konzerte, Fußballturniere, SMS-Textnachrichten und politische Diskussionen werden organisiert, um die Menschen zur Gewaltlosigkeit zu bekehren. „PEACE“ prangt es in großen Buchstaben auf der Titelseite der Zeitungen und darunter: „Gewalt ist dieses Mal keine Option.“

So hoffen wir mit allen Kenianern, dass es bei den Wahlen in 2013 friedlich bleibt, in einem wunderschönen Land, das soviel zu bieten hat.

 

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