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Gusii - Kisii sind eine bantusprachige ethnische Gruppe in West Kenia. Sie kamen wahrscheinlich im 16. Jahrhundert aus dem Kongo nach Kenia. Es ist anzunehmen, dass die Migration auf Grund von Überbevölkerung, Nahrungsmittelknappheit und Stammesfehden stattgefunden hat.

Die Kisii werden als eine der am ökonomischsten aktiven Gemeinschaften in Kenia angesehen. Sie bauen Tee, Kaffee und Bananen an. Jedoch hat der Kisii District eine sehr hohe Bevölkerungsdichte. Es ist einer der am dichtesten bevölkerten Bereiche in Kenia (nach Nairobi und Mombasa) und das am dichtesten bevölkerte ländliche Gebiet. Es hat auch die höchste Bevölkerungswachstumsrate in Kenia.

Kisii-Speckstein wird über Tage abgebaut. Der Abbau erfolgt manuell und ist schwere körperliche Arbeit. Die obere Erdschicht wird bis zu einem Meter abgetragen, um an den Stein heranzukommen. Große Felsbrocken werden dann mit Handsägen in kleine, tragbare Stücke zerteilt. Diese werden auf dem Kopf, auf Ochsenkarren oder kleinen Transportern zu den Häusern und Werkstätten der Kunsthandwerker gebracht und dann weiterverarbeitet. Dabei sind die Männer für die grobe Bearbeitung zuständig und die Frauen übernehmen anschließend die filigrane Vollendung.

Das Specksteinvorkommen dieser Gegend breitet sich auf etwa 5 km² dicht unter der Erdoberfläche aus. Nach Untersuchungen von Geologen sind hier etwa 10 Millionen Tonnen Speckstein vorhanden. Der Speckstein wurde im 17. Jh. von den Einwohnern Tabakas gefunden, die daraus einfache Gebrauchsgegenstände (Pfeifen, Schüsseln und Spiele) fertigten. Die Specksteinindustrie wurde mit Eintreffen der weißen Siedler kommerzialisiert und das Exportgeschäft begann Anfang der 60er Jahre.

 

Südwestlich, südlich von Kavirondo, Kisii, Nyanza Provinz. Alternierende Namen: Kisii, Kosova, Guzii, Ekegusii.

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