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Die Somali sind ein kleines aber kriegerisches Volk in Kenia. Etwa 300000 von ihnen leben als Nomaden im extrem trockenen Land an der Grenze zu Somalia. Die Gesellschaft der Somali ist in Clans gegliedert, denen jeder Somali über seine väterliche Abstammungslinie angehört. Die Mehrheit der Somali lebt traditionell von nomadischer Viehzucht. Gemeinsame Merkmale sind der sunnitische Islam und die Sprache Somali. Für die Somali bedeuten Kamele Reichtum und Macht. Entschädigungen für erlittenes Unrecht wird in Kamelen gezahlt.

Der Ursprung der Somali ist umstritten. Die Somali selbst führen sich auf Einwanderer von der Arabischen Halbinsel zurück, über die alle Somali letztlich patrilinear von arabischen Stämmen abstammen sollen. Von schwarzafrikanischen Völkern betrachten sie sich klar als unterschiedlich.

Nach der Unabhängikeit Kenias forderten die Somali die Anerkennung ihrer Rechte als Bevölkerungsgruppe. Gleichzeitig erhob Somalia Anspruch auf dieses Gebiet. Zwischen 1964 und 1967 bekriegten sich kenianische Soldaten und somalische Rebellen. Der eigentliche Krieg endete 1967, als Somalias Präsident Abdirashid Ali Shermarke ein Waffenstillstandsabkommen mit Kenia unterzeichnete. In den Jahrzehnten nach dem Shifta-Krieg blieben Banditentum und Clan-Fehden in Nordostkenia verbreitet, es kam auch zu gelegentlichen Rebellenaktivitäten und Gegenmaßnahmen des Staates. Nach dem Ende der Unterstützung Somalias für ihre sezessionistischen Aktivitäten wandten sich viele Bewaffnete, die als Rebellen gekämpft hatten, (wieder) den gelegentlichen Fehden zwischen Clans sowie dem Viehdiebstahl zu. Erst gegen Ende 2000 sank die Gewalt unter dem Provinzkommissar und Somali Mohammoud Saleh deutlich.

Nordöstliche Provinz um Wajir herum. Dialekte: Degodia, Ogaden. Klassifizierung: Afrolookasiatisch, Cushitic, östlich, somalisch.

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