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Das Siedlungsgebiet der Turkana befindet sich sich in den Wüsten- und Halbwüstengebieten im Nordwesten von Kenia und beinhaltet die gesamte Region westlich des Turkanasees einschließlich des Suguta-Valleys. Die größte Stadt auf diesem Territorium ist Lodwar. Sie machen mit insgesamt circa 500.000 Angehörigen etwa 2 % der Gesamtbevölkerung Kenias aus.

Die Turkana waren das letzte nilotische Volk, das aus dem Nordwesten in das Gebiet des heutigen Kenia einwanderte. Vor etwa 200 Jahren begannen die Turkana, die Region um den Turkanasee zu besiedeln, was bis heute nicht abgeschlossen ist. Ihre Krieger gelten als sehr mutig, das Volk wurde bisher von keiner Verwaltung kontrolliert. Die britische Kolonialmacht unterhielt im Turkana-Gebiet nur einige Garnisionen, die einfach zu verteidigen waren. Die Turkana überziehen Nachbarvölker wie Pokot und Samburu mit häufigen Überfällen, seit dem 17. Jahrhundert werden die Samburu immer weiter aus ihren traditionellen Weidegebieten verdrängt. Gegenwärtig lebt ein großer Teil der Turkana außerhalb des ursprünglichen Siedlungsraumes. Die Expansion dieses Volkes ist schwer zu erklären, da die Turkana keine starken politischen Strukturen besitzen und auch soziale Bindungen nur schwach ausgbildet sind. Clans spielen keine große Rolle, auch eine Altersgruppeneinteilung wie beispielsweise bei den Maasai gibt es bei den Turkana nicht. Traditionell kleiden sich Turkana-Männer mit einem weiten Umhang, fast immer haben sie eine Nackenstütze dabei, ausserdem ein Kautabakhorn und ihre Waffen. Diese bestehen aus Keulen, Speeren, Pfeil und Bogen. Wie bei fast allen nilotischen Völkern werden zu Schönheitszwecken die unteren Schneidezähne ausgeschlagen, bei älteren Männern sieht man ausserdem oft Ohrringe aus Knochen oder Elfenbein und den klassischen Haarschmuck. Auf den Hinterkopf der Männer wird blau gefärbter Lehm aufgetragen und mit anderen Farben und Schmuckfedern verziert. Bei den Turkanafrauen sind die vielen Perlenketten auffällig, ihre Haare werden bis auf einen Streifen in der Mitte des Kopfes völlig abrasiert.

Samburu, Transnzoia, Laikipia, Isiolo, Grabenbruchprovinz, West- und Süd- Turkana und Turkwel und Kerio. Auch gesprochen in Äthiopien. Alternierende Namen: Bume, Buma, Turkwana.

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