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Die Samburu sind ein nilotisch-hamitisches Nomadenvolk, das etwa 75.000 Menschen umfasst. Im 16. Jahrhundert sind sie aus dem Norden (Sudan) in das heutige Kenia eingewandert. Sie sprechen wie die Maasai eine Maa-Sprache. Auch ihre Traditionen sind denen der Maasai sehr ähnlich. Die Samburu leben von ihren Vieherden und haben sich bis heute zum größten Teil jeder Veränderung widersetzt. Als Halbnomaden leben sie in kleinen Siedlungen mit 4 bis 10 Viehbesitzern zusammen in niedrigen, fensterlosen Hütten, die aus einem Stangengeflecht, das mit Lehm, Tierhäuten und manchmal Grasmatten bedeckt ist, bestehen. Dromedare dienen den Samburu als Lasttiere.

Die typische Nahrung der Samburu ist die aller Nomadenvölker in Ostafrika: Milch mit Blut vermischt, Saroi genannt. Außerdem werden aus Wurzeln und Rinde Suppen gekocht. Bei Festen und besonderen Anlässen werden Schafe, Ziegen und Rinder geschlachtet. Diese Anlässe können die Geburt eines Kindes, Beschneidung, Hochzeit oder der Aufstieg in eine höhere Altersgruppe sein.
 
Die Samburu sind meistens in rostrote oder mit viel Rot versehene Umhänge gehüllt. Die Männer sind mit Speeren, Messern und Pfeilen bewaffnet. Ihre in kleine Zöpfe geflochtenen Haare und Schultern sind mit Ockerfarbe bemalt. Die Frauen tragen oft bis zu 10 kg schwere Ketten um den Hals. Der Kopf ist ebenfalls mit Perlenketten und -bändern sowie einem kreuzförmigen Stirnschmuck verziert.

Samburu Bezirk und Südöstliche Küsten von Lake Baringo, Baringo, Grabenbruchprovinz (Chamus). Alternierende Namen: Sambur, Sampur, Burkeneji, Lokop, E Lokop, Nkutuk. Dialekte: Chamus (Ilcamus, Njemps). Lexikalische Ähnlichkeit 94%ig zu 88% mit Chamus, 89% zu 77% mit Maasai, 59% mit Ngasa (Ongamo), 82% zwischen Chamus und Maasai.

 

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